Brückenschlag
Hamburg
Wir sichern die Norderelbquerung
Die Norderelbquerung ist eine der wichtigsten Hamburger Verkehrsadern – für die Erreichbarkeit der Stadt im Pendlerverkehr, für die Hafenwirtschaft und für Gütertransporte. Mehrere Brückenbauwerke über der Norderelbe müssen saniert oder erneuert werden. Weil sich die Arbeiten zeitlich überschneiden können, braucht es mehrere Lösungen, um den Verkehr während der Bauzeit möglichst stabil zu halten. Deshalb handelt Hamburg: Mit dem Brückenschlag Hamburg entsteht eine zusätzliche temporäre Behelfsbrücke, die bis 2038 den Spielraum für notwendige Sanierungs- und Baumaßnahmen schafft, die ebenfalls die Eisenbahnbrücken und die Freihafenelbbrücke miteinbezieht.

Warum jetzt?
Schiffsanprall an der Freihafenelbbrücke

Aktueller Zustand der Neuen Elbbrücken

DB-Bahnbrücken und Gleiserweiterung

Täglich rollen rund 660 Züge über die Norderelbe, darunter Fern-, Güter- und S-Bahnverkehr. Nun müssen die rund 100 Jahre alten Bahnbrücken über die Norderelbe ersetzt werden. Im Zuge der Gleiserweiterung auf sechs Gleise ist zudem eine dritte Brücke in Aussicht gestellt. Da es keine Alternative zur schienengebundenen Elbquerung gibt, wird die Trasse der Freihafenelbbrücke als bauzeitliche Bahnumfahrung für voraussichtlich zehn Jahre benötigt.
Der Brückenschlag Hamburg im Überblick
Warum eine Behelfsbrücke?

Verlässliche Anbindung

Fließender Wirtschaftsverkehr
Der Hamburger Hafen ist der größte deutsche Seehafen und der drittgrößte Binnenhafen. Güterverkehre, Schwerlasttransporte und Hafenlogistik sind auf eine leistungsfähige Elbquerung angewiesen. Bereits kleine Störungen an der Norderelbe wirken sich auf die gesamte Metropolregion aus. Der Brückenschlag Hamburg sichert diese Kapazität – auch während der laufenden Baumaßnahmen.

Sichere Fuß- und Radwege
Die Freihafenelbbrücke war bis zu ihrer Sperrung im Jahr 2025 eine wichtige Route für den Rad- und Fußverkehr und soll diese Funktion langfristig in besserer Form übernehmen. Mit dem Brückenschlag Hamburg entsteht durch die Behelfsbrücke mit einem zusätzlichen gemeinsamen Geh- und Radweg eine temporäre Querungsmöglichkeit, um im Zwischenzeitraum ein Basisangebot vorzuhalten.

Knotenpunkt mit überregionaler Relevanz
Die Norderelbquerungen in Hamburg sind teilweise Teil der transeuropäischen Verkehrsachsen. Sie sind relevant für den überregionalen Personen- und Güterverkehr, die hafenbezogenen Verkehre, für militärische Mobilität und für die zivile Versorgung des gesamten norddeutschen Raums. Hamburg nimmt mit dem Brückenschlag seine Verantwortung als nationaler Infrastrukturstandort wahr.

Handlungsspielraum für die Zukunft
Die Behelfsbrücke ist die Voraussetzung dafür, dass die anstehenden Großprojekte Bahnbrückenerneuerung, Sanierung der Neuen Elbbrücken und U4-Verlängerung zeitnah und koordiniert umgesetzt werden können. Sie sichert die Erreichbarkeit Hamburgs in einer Phase, in der die Infrastruktur grundlegend modernisiert wird.
Temporäre Brücke mit dauerhafter Wirkung
Eine eigenständige, zweistreifige Behelfsbrücke westlich der Trasse Neue Elbbrücken als wirksamste und umsetzbare Lösung.
- Lage: Westlich der Trasse Neue Elbbrücken (TNE), unmittelbar neben den bestehenden Brückenbauwerken
- Bauweise: Modulbrücke – bewährte Technik, vergleichsweise geringer Flächenbedarf
- Fahrspuren: Zwei Fahrspuren Richtung Süden
- Nutzungsdauer: 10 Jahre ff
- Bauzeit: 12–15 Monate
- Geplante Inbetriebnahme: 1. Halbjahr 2028
Unser Zeitplan zur temporären Brücke
Der Brückenschlag Hamburg wird mit hoher Dringlichkeit und in einem beschleunigten Verfahren umgesetzt. Die wichtigsten Meilensteine im Überblick.
Viele Akteure, eine klare Verantwortung
Der Brückenschlag Hamburg ist ein Gemeinschaftsprojekt. Behörden und Institutionen arbeiten mit klar geregelten Zuständigkeiten eng zusammen. Realisierungsträgerin ist die ReGe Hamburg. Sie steuert und begleitet Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung. Sie ist außerdem für die begleitende öffentliche Kommunikation verantwortlich.
Aktuelles zum Projekt
Hier finden Sie aktuelle Meldungen, Presseinformationen und Berichte zum Brückenschlag Hamburg. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.
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Brückenschlag Hamburg – Neue temporäre Brücke entlastet den Verkehr über die Norderelbe ab 2028
Die Freie und Hansestadt Hamburg plant den Bau einer temporären Brücke, um die wichtige Verbindung über die Norderelbe ab Anfang 2028 zu sichern. Nach einem…
Häufige Fragen – die Antworten
Die Freihafenelbbrücke (FHEB) wurde durch den Schiffsanprall so schwer beschädigt, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich ist. Untersuchungen der Hamburg Port Authority haben ergeben, dass das beschädigte Mittelteil ausgebaut werden muss. Darüber hinaus wird die Trasse der FHEB für die bauzeitliche Bahnumfahrung der DB-Brückenerneuerung benötigt. Die Brücke steht daher voraussichtlich bis mindestens 2038 nicht für den Straßen-, Rad- und Fußverkehr zur Verfügung.
Die geplante Nutzungsdauer beträgt mindestens zehn Jahre. Die Brücke soll so lange in Betrieb bleiben, wie sie für die Stabilisierung der Verkehrskapazitäten an der Norderelbe erforderlich ist.
Die Behelfsbrücke ist als zweistreifige Straßenbrücke geplant. Hinzu kommt ein gemeinsamer Fuß- und Radweg auf der westlichen Straßenseite.
Der Baustart ist für Herbst/Winter 2026 geplant, nach der Realisierungsentscheidung und der Mittelbereitstellung. Die Bauzeit beträgt 12–15 Monate. Die Inbetriebnahme ist für das 1. Halbjahr 2028 vorgesehen.
Die Finanzierung erfolgt durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Haushaltsmittel für den Planungsprozess wurden am 6. Mai 2026 freigegeben. Über die Gesamtkosten und die Mittelbereitstellung entscheidet die Bürgerschaft im Rahmen der Realisierungsentscheidung am 25.11.2026.
Als Modulbrücke ist die Behelfsbrücke rückbaubar. Die Brückenteile werden nach der Nutzung an den Bund zurückgegeben.
Nein. Nur die bestehende Norderelbbrücke ist ein geschütztes Baudenkmal, aber von der vorliegenden Planung unberührt.
Die Stützweiten der Behelfsbrücken weichen von den Stützweiten der benachbarten Norderelbbrücke ab. Die Durchfahrtsbreite für die Schifffahrt muss daher eingeschränkt werden, was jedoch nicht zu Einschränkungen des Schiffsverkehrs führt. Die Fahrbeziehungen der einzelnen Durchfahrten (Nord, Mitte, Süd) können auch mit den eingeschränkten Breiten aufrechterhalten werden. Ein Schiffsanprall auf die Überbauten spielt in der vorgesehenen Lage westlich der Trasse Neue Elbbrücken keine Rolle, da die benachbarten Brücken allesamt geringere Durchfahrtshöhen als die Behelfsbrücken aufweisen werden.
Ja. Die Brücken und deren Gründungen kreuzen die bestehenden Hochwasserschutzanlagen. Hier werden auf Seiten des Ingenieurbaus Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Hochwasserschutzanlagen nicht zu beeinträchtigen.
Haben Sie Fragen zum Projekt?
Für Presseanfragen und allgemeine Fragen zum Brückenschlag Hamburg wenden Sie sich bitte an BSH@rege-hamburg.de









