Brückenschlag

Hamburg

Luftaufnahme aller Brücken der Norderelbquerung

Wir sichern die Norderelbquerung

Die Norderelbquerung ist eine der wichtigsten Hamburger Verkehrsadern – für die Erreichbarkeit der Stadt im Pendlerverkehr, für die Hafenwirtschaft und für Gütertransporte. Mehrere Brückenbauwerke über der Norderelbe müssen saniert oder erneuert werden. Weil sich die Arbeiten zeitlich überschneiden können, braucht es mehrere Lösungen, um den Verkehr während der Bauzeit möglichst stabil zu halten. Deshalb handelt Hamburg: Mit dem Brückenschlag Hamburg entsteht eine zusätzliche temporäre Behelfsbrücke, die bis 2038 den Spielraum für notwendige Sanierungs- und Baumaßnahmen schafft, die ebenfalls die Eisenbahnbrücken und die Freihafenelbbrücke miteinbezieht.

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Warum jetzt?

Die Dringlichkeit des Gesamtprojekts wurde durch einen Schiffsanprall an der Freihafenelbbrücke ausgelöst. Parallel ergeben sich weitere Notwendigkeiten für Sanierungen und Neubauten. Das Zusammentreffen dieser Entwicklungen macht ein beschleunigtes Vorgehen notwendig und sichert einen stabilen Verkehrsfluss.

Schiffsanprall an der Freihafenelbbrücke

Die Freihafenelbbrücke bei Tageslicht
Im Oktober 2025 wurde die Freihafenelbbrücke (FHEB) durch einen Schiffsanprall schwer beschädigt. Dadurch sind bereits Straße, Fuß- und Radwege sowie die mittlere Durchfahrt für Schiffe gesperrt und werden voraussichtlich nicht vor 2038 wieder in Betrieb genommen.

Aktueller Zustand der Neuen Elbbrücken

Die Neue Elbbrücke bei Tag mit dem Autobahnabschnitt davor
Die Brückenbauwerke der Trasse Neue Elbbrücken (B4/B75) müssen saniert und verstärkt werden. 100.000 bis 120.000 Fahrzeuge nutzen die Trasse täglich. Besonders betroffen ist das Bauwerk Veddeler Brückenstraße. Nach kurzfristigen Sperrungen erster Fahrstreifen ist mit weiteren Verkehrseinschränkungen zu rechnen.

DB-Bahnbrücken und Gleiserweiterung

Sicht auf Bahngleise und Bahnsteige der Eisenbahnbrücken

Täglich rollen rund 660 Züge über die Norderelbe, darunter Fern-, Güter- und S-Bahnverkehr. Nun müssen die rund 100 Jahre alten Bahnbrücken über die Norderelbe ersetzt werden. Im Zuge der Gleiserweiterung auf sechs Gleise ist zudem eine dritte Brücke in Aussicht gestellt. Da es keine Alternative zur schienengebundenen Elbquerung gibt, wird die Trasse der Freihafenelbbrücke als bauzeitliche Bahnumfahrung für voraussichtlich zehn Jahre benötigt.

Der Brückenschlag Hamburg im Überblick

Im Bereich der Norderelbquerung entstehen mehrere große Infrastrukturprojekte gleichzeitig. Sie beeinflussen sich gegenseitig und werden von vielen Menschen als „eine große Baustelle“ wahrgenommen. Unsere Übersicht zeigt, was wo passiert und wie der Brückenschlag Hamburg darin eingebettet ist.

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Phase 0-1

Bauphase 0: Ist-Zustand der Norderelbquerung mit ihren bestehenden Bauwerken.Phase 1:Teile der Freihafenelbbrücke werden ausgeschwommen. Die Behelfsbrücke westlich der Neuen Elbbrücken eingesetzt.

Phase 0: So sieht es jetzt aus: Die Norderelbquerung mit ihren bestehenden Bauwerken.

Phase 1: Das beschädigte Mittelteil und später auch die beiden weiteren Teile der Freihafenelbbrücke werden ausgeschwommen. Währenddessen wird die Behelfsbrücke westlich der Neuen Elbbrücken eingesetzt.

Vorwärts
Der Brückenschlag Hamburg ist eine eigenständige Maßnahme westlich der Trasse Neue Elbbrücken.

Warum eine Behelfsbrücke?

Der temporäre Aufbau einer Behelfsbrücke klingt aufwändig, ist aber für die Durchführung der notwendigen Sanierungsarbeiten unbedingt notwendig, um Verkehrsflüsse zu sichern.
Piktogramm zweier Autos

Verlässliche Anbindung

Täglich nutzen tausende Menschen in rund 60.000 Pkw und Lkw die Trasse Neue Elbbrücke. Die temporäre Behelfsbrücke entlastet die verbleibenden Querungen. Sie soll dafür sorgen, dass die Einschränkungen durch die notwendigen Sanierungsarbeiten im Alltag spürbar geringer ausfallen.
Piktogramm eines Lkw der mit einem Container, der an einem Kranhaken hängt, beladen wird

Fließender Wirtschaftsverkehr

Der Hamburger Hafen ist der größte deutsche Seehafen und der drittgrößte Binnenhafen. Güterverkehre, Schwerlasttransporte und Hafenlogistik sind auf eine leistungsfähige Elbquerung angewiesen. Bereits kleine Störungen an der Norderelbe wirken sich auf die gesamte Metropolregion aus. Der Brückenschlag Hamburg sichert diese Kapazität – auch während der laufenden Baumaßnahmen.

Piktogramm einer Person und eines Fahrrads

Sichere Fuß- und Radwege

Die Freihafenelbbrücke war bis zu ihrer Sperrung im Jahr 2025 eine wichtige Route für den Rad- und Fußverkehr und soll diese Funktion langfristig in besserer Form übernehmen. Mit dem Brückenschlag Hamburg entsteht durch die Behelfsbrücke mit einem zusätzlichen gemeinsamen Geh- und Radweg eine temporäre Querungsmöglichkeit, um im Zwischenzeitraum ein Basisangebot vorzuhalten.

Umrisslinie der Stadtfläche Hamburgs mit zwei markierten Standorten, die durch eine diagonale Linie verbunden sind.

Knotenpunkt mit überregionaler Relevanz

Die Norderelbquerungen in Hamburg sind teilweise Teil der transeuropäischen Verkehrsachsen. Sie sind relevant für den überregionalen Personen- und Güterverkehr, die hafenbezogenen Verkehre, für militärische Mobilität und für die zivile Versorgung des gesamten norddeutschen Raums. Hamburg nimmt mit dem Brückenschlag seine Verantwortung als nationaler Infrastrukturstandort wahr.

Stilisiertes Piktogramm der Neuen Elbbrücke mit Wellenlinien der Elbe

Handlungsspielraum für die Zukunft

Die Behelfsbrücke ist die Voraussetzung dafür, dass die anstehenden Großprojekte Bahnbrückenerneuerung, Sanierung der Neuen Elbbrücken und U4-Verlängerung zeitnah und koordiniert umgesetzt werden können. Sie sichert die Erreichbarkeit Hamburgs in einer Phase, in der die Infrastruktur grundlegend modernisiert wird.

Temporäre Brücke mit dauerhafter Wirkung

Eine eigenständige, zweistreifige Behelfsbrücke westlich der Trasse Neue Elbbrücken als wirksamste und umsetzbare Lösung.

  • Lage: Westlich der Trasse Neue Elbbrücken (TNE), unmittelbar neben den bestehenden Brückenbauwerken
  • Bauweise: Modulbrücke – bewährte Technik, vergleichsweise geringer Flächenbedarf
  • Fahrspuren: Zwei Fahrspuren Richtung Süden
  • Nutzungsdauer: 10 Jahre ff
  • Bauzeit: 12–15 Monate
  • Geplante Inbetriebnahme: 1. Halbjahr 2028

Visualisierung der Behelfsbrücke

Unser Zeitplan zur temporären Brücke

Der Brückenschlag Hamburg wird mit hoher Dringlichkeit und in einem beschleunigten Verfahren umgesetzt. Die wichtigsten Meilensteine im Überblick.

Projektstart

Anfang des Jahres ist klar: Es bedarf einer umfassenden Gesamtplanung zur Sanierung und Erneuerung der Brückenbauwerke. Unter Leitung der Bedarfsträgerin Behörde für Verkehr und Mobilitätswende wird die ReGe mit einem Prüfprozess beauftragt.

Variantenentscheidung: Behelfsbrücke westlich der Trasse Neue Elbbrücken

Was ist die beste Lösung? Eine Lenkungsgruppe prüft mehrere Vorschläge und entscheidet sich im Frühjahr 2026 für die Behelfsbrücke.

Genehmigungsverfahren, u. a. Wasser-, Naturschutz-, Deichschutzrecht

Die geplante Behelfsbrücke ist eine provisorische Maßnahme zur Vorbereitung der Sanierung bestehender Brücken. Es ist kein förmliches Zulassungsverfahren nach dem Bundesfernstraßengesetz erforderlich. Für einzelne Bereiche wie Deich-, Wasser- und Naturschutz werden separate Genehmigungen und Zustimmungen eingeholt. Nach dem Senatsbeschluss im September wird die Hamburgische Bürgerschaft im November über das Gesamtprojekt

Wenn alles vorbereitet ist, wird entschieden

Baustart

Ziel der ReGe ist: Schon im November/Dezember sollen an der Trasse Neue Elbbrücken die ersten Arbeiten starten. Die Umsetzung der neuen Trasse erfolgt in zwei Teilprojekten. Neben den landseitigen Anschlüssen, die Gegenstand der vorliegenden Planung sind, wird der Brückenzug in einem eigenständigen Teilprojekt geplant und realisiert.

Geplante Inbetriebnahme

Der Verkehr läuft über die Behelfsbrücke. 

Viele Akteure, eine klare Verantwortung

Der Brückenschlag Hamburg ist ein Gemeinschaftsprojekt. Behörden und Institutionen arbeiten mit klar geregelten Zuständigkeiten eng zusammen. Realisierungsträgerin ist die ReGe Hamburg. Sie steuert und begleitet Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung. Sie ist außerdem für die begleitende öffentliche Kommunikation verantwortlich.

Aktuelles zum Projekt

Hier finden Sie aktuelle Meldungen, Presseinformationen und Berichte zum Brückenschlag Hamburg. Die Seite wird fortlaufend aktualisiert.

Häufige Fragen – die Antworten

Die Freihafenelbbrücke (FHEB) wurde durch den Schiffsanprall so schwer beschädigt, dass eine Reparatur vor Ort nicht möglich ist. Untersuchungen der Hamburg Port Authority haben ergeben, dass das beschädigte Mittelteil ausgebaut werden muss. Darüber hinaus wird die Trasse der FHEB für die bauzeitliche Bahnumfahrung der DB-Brückenerneuerung benötigt. Die Brücke steht daher voraussichtlich bis mindestens 2038 nicht für den Straßen-, Rad- und Fußverkehr zur Verfügung.

Die geplante Nutzungsdauer beträgt mindestens zehn Jahre. Die Brücke soll so lange in Betrieb bleiben, wie sie für die Stabilisierung der Verkehrskapazitäten an der Norderelbe erforderlich ist.

Die Behelfsbrücke ist als zweistreifige Straßenbrücke geplant. Hinzu kommt ein gemeinsamer Fuß- und Radweg auf der westlichen Straßenseite.

Der Baustart ist für Herbst/Winter 2026 geplant, nach der Realisierungsentscheidung und der Mittelbereitstellung. Die Bauzeit beträgt 12–15 Monate. Die Inbetriebnahme ist für das 1. Halbjahr 2028 vorgesehen.

Die Finanzierung erfolgt durch die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Haushaltsmittel für den Planungsprozess wurden am 6. Mai 2026 freigegeben. Über die Gesamtkosten und die Mittelbereitstellung entscheidet die Bürgerschaft im Rahmen der Realisierungsentscheidung am 25.11.2026.

Als Modulbrücke ist die Behelfsbrücke rückbaubar. Die Brückenteile werden nach der Nutzung an den Bund zurückgegeben.

Nein. Nur die bestehende Norderelbbrücke ist ein geschütztes Baudenkmal, aber von der vorliegenden Planung unberührt.

Die Stützweiten der Behelfsbrücken weichen von den Stützweiten der benachbarten Norderelbbrücke ab. Die Durchfahrtsbreite für die Schifffahrt muss daher eingeschränkt werden, was jedoch nicht zu Einschränkungen des Schiffsverkehrs führt. Die Fahrbeziehungen der einzelnen Durchfahrten (Nord, Mitte, Süd) können auch mit den eingeschränkten Breiten aufrechterhalten werden. Ein Schiffsanprall auf die Überbauten spielt in der vorgesehenen Lage westlich der Trasse Neue Elbbrücken keine Rolle, da die benachbarten Brücken allesamt geringere Durchfahrtshöhen als die Behelfsbrücken aufweisen werden.

Ja. Die Brücken und deren Gründungen kreuzen die bestehenden Hochwasserschutzanlagen. Hier werden auf Seiten des Ingenieurbaus Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Hochwasserschutzanlagen nicht zu beeinträchtigen.

Haben Sie Fragen zum Projekt?

Für Presseanfragen und allgemeine Fragen zum Brückenschlag Hamburg wenden Sie sich bitte an BSH@rege-hamburg.de